Wohnen und Stadtentwicklung

Wohnen und Stadtentwicklung in Bremen

Warum in Bremen zuletzt weniger Wohnungen fertig wurden als im Jahr davor — und was sich am Bauen selbst ändern muss.

WohnungsbauSozialer WohnungsbauEigentumBaulückenQuartiere

Wir müssen mehr bauen, um den Mietmarkt zu entlasten

Worum es geht

Wohnen in Bremen: Warum die Wohnungsfrage eine Gerechtigkeitsfrage ist

Wohnen ist der größte Posten auf fast jedem Kontoauszug. In Bremen gehen im Schnitt 30,4 Prozent des Einkommens allein für die Kaltmiete weg, mit Nebenkosten sind es 34,6 Prozent. [prüfen] Für viele Haushalte heißt das: Was übrig bleibt, entscheidet sich nicht im Supermarkt, sondern beim Mietvertrag.

Wer eine Wohnung sucht, merkt das sofort. Wer schon eine hat, merkt es beim Umzug — nach der Trennung, nach der Geburt des zweiten Kindes, wenn die Treppe im Alter nicht mehr geht. Genau diese Wechsel funktionieren in einem angespannten Markt nicht mehr. Menschen bleiben in Wohnungen, die nicht mehr passen, weil die passende nicht bezahlbar ist.

Dazu kommt eine zweite Aufgabe, die in Bremen oft getrennt diskutiert wird: Stadtentwicklung. Wo gebaut wird, entscheidet, wer im Stadtteil wohnt, welche Schule voll wird, ob die Straßenbahn reicht. Eine Stadt, die nur nachverdichtet, ohne Kita, Halle und Netz mitzudenken, verlagert das Problem nur um ein paar Jahre.

Auf dieser Seite finden Sie die Einordnung: worum es geht, wie die Lage in Bremen tatsächlich ist, wofür die CDU Bremen-Stadt steht — und an wen Sie sich mit einem konkreten Anliegen wenden können.

BÜRGERFRAGE

„Wir bekommen ein zweites Kind — warum finden wir in unserem Stadtteil nichts Größeres?"

UNSER ZIEL

Genug neue Wohnungen, damit Umziehen in Bremen wieder möglich ist — zur Miete und im Eigentum.

Was das für Bremen bedeutet

Wohnungsbau in Bremen: Der Einbruch mit Ansage

2025 wurden in Bremen 955 Wohnungen fertiggestellt — nach 1.354 im Jahr davor. Ein Minus von fast 30 Prozent, während der bundesweite Rückgang bei 18 Prozent lag. Bremen ist also nicht einfach im Bundestrend, Bremen ist schlechter als der Bundestrend. Notwendig wären laut Pestel-Institut rund 3.000 neue Wohnungen pro Jahr bis 2030.

Beim Sozialwohnungsbestand ist die Lage noch klarer. Ende 2024 gab es im Land Bremen 6.239 Sozialwohnungen; rechnerisch fehlten rund 13.000 Wohnungen. Jedes Jahr fallen im Schnitt 642 Wohnungen aus der Sozialbindung und gehen in den freien Markt. Man kann also fördern, so viel man will: Solange hinten mehr herausfällt, als vorne dazukommt, sinkt der Bestand weiter.

Und die Kosten? Ein erheblicher Teil des Quadratmeterpreises entsteht nicht auf der Baustelle, sondern im Regelwerk. Baustandards, Stellplatzschlüssel, Auflagen und Verfahrensdauer treiben den Preis um mehrere hundert Euro je Quadratmeter — Geld, das am Ende die Mieterin zahlt. Wer bezahlbaren Wohnraum will, muss deshalb über Standards reden, nicht nur über Förderprogramme. Die Genehmigungszahlen zu Beginn des Jahres 2026 sind zwar deutlich gestiegen, hingen aber wesentlich an einem einzigen Großprojekt. Eine Trendwende sieht anders aus.

Was wir angestoßen haben

Wohnungspolitik der CDU Bremen-Stadt: Wofür wir stehen

Die Wohnungsfrage löst man nicht mit einer Maßnahme, sondern damit, dass Bauen wieder möglich wird. Unsere Prioritäten:

  • Bauen billiger machen, nicht nur fördern. Jeder überzogene Standard verteuert den Quadratmeter. Wir wollen die bremischen Anforderungen konsequent daraufhin prüfen, was sie an Miete kosten — und streichen, was den Preis treibt, ohne Sicherheit oder Qualität zu erhöhen.
  • Eigentum ermöglichen, auch mit kleinem Einkommen. Wer selbst nutzt, was er kauft, stabilisiert seinen Stadtteil. Wir wollen den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums erleichtern — im Neubau und im Bestand — und Familien mit Kindern gezielt ansprechen. Erbbaurecht darf dabei nicht zur Standardlösung werden, wenn es Eigentumsbildung faktisch erschwert.
  • Baulücken vor Neubaugebieten. In Bremen liegen innerstädtische Flächen brach, während am Rand über neue Erschließung gestritten wird. Innenentwicklung ist schneller, günstiger und verbraucht keine Fläche. Dafür braucht es einen aktuellen Baulückenkataster und Verfahren, die in Monaten enden, nicht in Jahren.
  • Quartiere denken, nicht nur Wohnungen zählen. Neue Wohnungen brauchen Kita-Plätze, Schulwege, Nahversorgung und eine Anbindung, die nicht erst zehn Jahre später kommt. Die Überseestadt bleibt das Beispiel dafür, wie viel man richtig machen kann — und wie teuer nachträgliche Verkehrsplanung wird.
  • Wohnungen für jedes Alter. Barrierefreie und generationenübergreifende Wohnformen sind kein Nischenthema. Wer im Alter aus der zu großen Wohnung im dritten Stock ausziehen kann, macht Familienwohnraum frei. Das ist der einzige Bestandshebel, der ohne Neubau funktioniert.

Was wir angestoßen haben

Wohnen und Bauen in Bremen: Was wir bewegt haben

Ein Kreisverband vergibt keine Baugenehmigungen. Aber wir setzen die Themen, mit denen unsere Abgeordneten und Deputierten in die Beratungen gehen — und bleiben dran, bis sich etwas bewegt:

Die Baukosten stehen auf der Tagesordnung. Dass bremische Standards den Wohnungsbau um hunderte Euro je Quadratmeter verteuern, war lange eine Aussage aus der Bauwirtschaft. Wir haben sie aufgegriffen und eine Überprüfung der bremischen Anforderungen eingefordert — messbar an der Miete, nicht an der Absicht.

Der Einbruch beim Wohnungsbau ist benannt. Der Rückgang der Fertigstellungen wurde vom Senat lange mit dem Bundestrend erklärt. Wir haben die Zahlen nebeneinandergelegt: Bremen liegt deutlich darunter. Damit ist die Ausrede weg — und die Debatte dreht sich wieder um Verfahren, Flächen und Kosten.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Sie haben eine Frage, einen Vorschlag oder ein Anliegen zum Thema Verkehr in Bremen? Sie müssen nicht wissen, wer intern zuständig ist: Schreiben Sie uns — oder kontaktieren Sie die Person unten direkt. Bei Themen außerhalb unserer Zuständigkeit sagen wir das ehrlich und helfen bei der Orientierung.

Portrait von Oğuzhan Yazici MdBB

Oğuzhan Yazici

MdBB

Zum Profil →

AKTUELLES

Aktuelles zu Verkehr

Kurz, aktuell, mit Weiterführung zur Themenseite und zum Ansprechpartner.

Alle Meldungen ansehen →

Fragen zu Wohnen und Stadtentwicklung in Bremen?

Schreiben Sie uns. Wir leiten Ihre Anfrage an die zuständige Person weiter.