Bildung

Bildung in Bremen

Warum Bremens Schüler seit Jahren auf dem letzten Platz landen — und was die CDU Bremen-Stadt konkret ändern will.

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Von der Krippe bis zur Uni: Wie wir dafür sorgen, dass in Bremen jedes Kind mitkommt.

Worum es geht

Bildung in Bremen: Warum es um mehr als Schulnoten geht

Bildung entscheidet, welche Chancen ein Kind später hat — beim Ausbildungsplatz, beim Studium, beim Einkommen. In Bremen entscheidet sie über noch mehr: 42,2 Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Land wachsen in Armut auf. Für diese Kinder ist die Schule oft der einzige Ort, an dem sich der Kreislauf durchbrechen lässt. [Armutsquote: CDU-Angabe, Primärquelle vor Veröffentlichung belegen]

Die Grundlagen dafür werden früh gelegt — oder eben nicht. Fast ein Drittel der Bremer Viertklässler kann am Ende der Grundschule nicht richtig lesen. Wer aber nicht lesen kann, kann auch keine Textaufgabe in Mathe lösen, kein Arbeitsblatt in Sachkunde verstehen und später keinen Ausbildungsvertrag prüfen. Lesen, Schreiben, Rechnen sind keine Fächer unter vielen. Sie sind die Basis für alles andere.

Auf dieser Seite finden Sie die Einordnung: wo Bremen steht, warum das kein Schicksal ist, wofür die CDU Bremen-Stadt steht — und an wen Sie sich mit einem konkreten Anliegen wenden können.

BÜRGERFRAGE

Warum fällt bei meinem Kind schon wieder der Unterricht aus?

UNSER ZIEL

Jedes Kind kann nach der vierten Klasse lesen, schreiben und rechnen.

Was bedeutet das für Bremen

Schulen in Bremen: Der letzte Platz ist kein Schicksal

Die Zahlen sind seit Jahren dieselben — und sie sind kein Zufall. Im IQB-Bildungstrend 2024 landet Bremen in sämtlichen getesteten Fächern auf dem letzten Platz, wie schon in den Erhebungen davor. Im INSM-Bildungsmonitor belegt Bremen zum fünften Mal in Folge Rang 16 — während Hamburg als Stadtstaat mit vergleichbaren Bedingungen auf Platz 3 steht. Gleiche Ausgangslage, anderes Ergebnis. Das widerlegt jede Ausrede.

Dahinter steckt auch ein Versorgungsproblem: Zum Schuljahr 2025/26 fehlten nach Angaben der Schulleitungen rund 200 Lehrkräfte; die Behörde selbst meldete zum 1. August noch 48 unbesetzte Vollzeitstellen. Jede fünfte Unterrichtsstunde ist von Ausfall betroffen. Am härtesten trifft es Schulen in Randlagen und benachteiligten Stadtteilen — dort, wo Unterricht am dringendsten gebraucht wird, ist teils jede vierte Stelle unbesetzt. [Zahlen: Stand Schuljahresbeginn 2025/26, vor Veröffentlichung aktualisieren]

Bremen hat dabei die schwierigste Ausgangslage aller Länder: 61,3 Prozent der getesteten Schülerinnen und Schüler haben eine Zuwanderungsgeschichte — Höchstwert im Bundesvergleich. Das ist kein Vorwurf an die Kinder, sondern ein Auftrag an die Politik: Wer die heterogensten Klassen hat, braucht die beste Sprachförderung, die verlässlichste Unterrichtsversorgung und die klarsten Standards. Bremen leistet sich das Gegenteil.

Was haben wir erreicht

CDU-Bildungspolitik für Bremen: Wofür wir stehen

Die CDU Bremen-Stadt hat 2026 ein bildungspolitisches Positionspapier vorgelegt. Der Kern: Schluss mit dem Prinzip Hoffnung. Wer Kindern helfen will, muss zuerst wissen, wo sie stehen — und dann verbindlich handeln.

  • Lesen, Schreiben, Rechnen zuerst. Bevor über neue Fächer und Projekte geredet wird, müssen die Grundlagen sitzen. Deshalb fordern wir eine zusätzliche Deutschstunde an den Grundschulen in Bremen und Bremerhaven — beantragt, nicht nur angekündigt.
  • Messen statt hoffen. Vergleichstests in Klasse 5 und 7 gibt es bereits — aber freiwillig. Wir wollen sie verpflichtend machen. Nur wer früh erkennt, wo ein Kind nach der Grundschule steht, kann gezielt helfen, statt Defizite bis zum Abschluss mitzuschleppen.
  • Zuhören, wo der Unterricht stattfindet. Regelmäßige Befragungen von Lehrkräften und Schülern — unkompliziert, etwa über die vorhandenen Schul-Tablets. Wer Schule verbessern will, muss die fragen, die täglich drin sitzen.
  • Durchlässigkeit statt Sackgasse. Der Wechsel zwischen Gymnasium und Oberschule muss einfacher werden — in beide Richtungen. Und Bremer Gymnasiasten sollen den mittleren Schulabschluss automatisch anerkannt bekommen, ohne Extraschleife.
  • Medienkompetenz statt Geräteverteilung. iPads für alle Grundschüler machen noch keine Bildung. Wir fordern verbindliche Standards nach den KMK-Kompetenzbereichen, Pflichtfortbildungen für Lehrkräfte und Medienbildung nach finnischem Vorbild (Drs. 21/1245).

Was haben wir erreicht

Bildungspolitik in der Bürgerschaft: Was die CDU angestoßen hat

ls Oppositionsfraktion können wir nicht regieren — aber wir können Druck machen, Alternativen vorlegen und den Senat zur Rechenschaft zwingen. Das wirkt:

Das Bildungspapier hat die Debatte verschoben. Verpflichtende Vergleichstests, regelmäßige Befragungen, leichterer Schulwechsel: Mit dem Positionspapier von 2026 liegen konkrete, umsetzbare Vorschläge auf dem Tisch — über die Senat und Stadtöffentlichkeit jetzt diskutieren müssen, statt den letzten Platz weiter zu verwalten. [Ggf. Reaktionen/Übernahmen ergänzen, sobald vorhanden]

Medienkompetenz ist auf der Tagesordnung. Mit der Debatte zu Drucksache 21/1245 haben wir offengelegt, dass der Senat Medienbildung auf Geräteverteilung reduziert: Evaluation erst fünf Jahre nach iPad-Einführung, ein Fünftel der Lehrerfortbildungen mangels Nachfrage abgesagt, keine verbindlichen Standards. Diese Fakten stehen jetzt im Parlamentsprotokoll — daran muss sich der Senat messen lassen.

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