Wirtschaft

Wirtschaft in Bremen

Warum Bremen das zweithöchste Bruttoinlandsprodukt je Einwohner hat — und trotzdem die höchste Arbeitslosigkeit aller Bundesländer.

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Für eine starke Wirtschaft in bremen

Worum es geht

Wirtschaft in Bremen: Warum ein starker Standort noch keine starken Zahlen macht

Wirtschaftspolitik klingt nach Kennzahlen. Gemeint ist etwas Einfacheres: ob der Betrieb, der erweitern will, in Bremen eine Fläche findet — oder ins niedersächsische Umland zieht. Ob der Handwerksmeister eine Genehmigung in Wochen bekommt oder in Monaten. Ob der Sohn nach der Ausbildung hier einen Job findet.

Bremen hat industrielle Substanz, um die uns andere beneiden: Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Stahl, maritime Wirtschaft, Windenergie. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner ist das zweithöchste aller Bundesländer, nur Hamburg liegt vor uns. Trotzdem ist die Arbeitslosigkeit hier höher als überall sonst in Deutschland. Beides zusammen ergibt keinen Zufall, sondern eine Aufgabe.

Denn die Wertschöpfung entsteht in Bremen — ein großer Teil der Menschen, die sie erarbeiten, pendelt aus Niedersachsen ein und zahlt dort Steuern. Wer diesen Zusammenhang ignoriert, redet an Bremens eigentlichem Problem vorbei: Wir brauchen nicht nur Betriebe, die hier produzieren, sondern Menschen, die hier arbeiten und wohnen.

Auf dieser Seite finden Sie die Einordnung: worum es geht, warum Bremen besonders betroffen ist, wofür die CDU Bremen-Stadt steht — und an wen Sie sich mit einem konkreten Anliegen wenden können.

BÜRGERFRAGE

Ich will meinen Betrieb vergrößern — warum finde ich in Bremen keine Fläche?

UNSER ZIEL

Erschlossene Flächen, kurze Genehmigungen und Fachkräfte, die bleiben — bevor der nächste Betrieb ins Umland geht.

Was das für Bremen bedeutet

Bremer Wirtschaft: Hohe Wertschöpfung, hohe Arbeitslosigkeit

Im Mai 2026 waren im Land Bremen 42.454 Menschen arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 11,2 Prozent. Niedersachsen kam im selben Monat auf 6,0 Prozent — knapp die Hälfte. Gleichzeitig gab es im Juni 2025 mit 348.167 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten so viele wie noch nie im Land Bremen. Der Arbeitsmarkt wächst also — aber er erreicht die Menschen nicht, die am längsten draußen sind: fast 18.000 Langzeitarbeitslose.

Beim zweiten Engpass geht es um Quadratmeter. Der Senat hat sich vorgenommen, bis 2027 insgesamt 60 Hektar Gewerbefläche neu bereitzustellen. Tatsächlich vermarktet wurden 2024 rund 12,5 Hektar, für 2025 waren es 4,6 Hektar, für 2026 werden etwa 5 Hektar erwartet. Der Rest hängt an einem einzigen Projekt: dem dritten Bauabschnitt der Hansalinie mit 36,5 Hektar. Geht dort etwas schief, ist das Ziel nicht knapp verfehlt, sondern weit weg.

Für Betriebe heißt das konkret: Wer heute erweitern will, wartet — auf eine Fläche, auf einen Bescheid, auf eine Entscheidung zwischen Ressorts. Die Horner Spitze wäre eine Option für Technologieunternehmen mit Wachstumsbedarf gewesen; sie wurde abgeräumt. Solche Entscheidungen merkt man nicht sofort. Man merkt sie fünf Jahre später an der Gewerbesteuer.

Was wir angestoßen haben

Wirtschaftspolitik der CDU Bremen-Stadt: Wofür wir stehen

Wirtschaftspolitik beginnt nicht mit Förderprogrammen, sondern mit Verlässlichkeit. Ein Betrieb, der in zwei Jahren eine Halle bauen will, muss heute wissen, woran er ist. Unsere Prioritäten:

  • Flächen bereitstellen, nicht verwalten. Wir wollen mindestens 100 Hektar erschlossene Gewerbefläche in Bremen — und einen ehrlichen Zwischenstand pro Jahr statt Zielzahlen, die erst kurz vor Fristende korrigiert werden. Flächen für wachsende Bremer Betriebe und Flächen für Ansiedlungen von außen sind zwei verschiedene Aufgaben; sie dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
  • Ein Zugang statt zehn Zuständigkeiten. Unternehmen brauchen einen One-Stop-Shop für den digitalen Kontakt mit der Verwaltung: ein Zugang, ein Vorgang, ein Ansprechpartner. Wer ein Gewerbe anmeldet, soll nicht drei Behörden kennen müssen.
  • Fachkräfte gewinnen und halten. Ein Welcome Center für ausländische Fachkräfte, das Anerkennung, Aufenthalt und Wohnungssuche zusammenführt. Und eine Berufsschulinfrastruktur, die zur dualen Ausbildung passt — Handwerk und Mittelstand tragen den Bremer Arbeitsmarkt, nicht die Ansiedlungsprospekte.
  • Keine neuen Belastungen für den Standort. Steuer- und Abgabenerhöhungen lösen kein Bremer Strukturproblem, sie verschieben es zum Nachbarn. Das gilt für landesspezifische Sonderauflagen ebenso wie für Regeln, die an der Landesgrenze enden — etwa beim Sonntagsfahrverbot für die Logistik.
  • Industrie halten, statt sie zu betrauern. Die Transformation des Stahlwerks zu klimafreundlicher Produktion ist die größte industriepolitische Frage des Landes. Wer sie verschleppt, verliert nicht nur einen Standort, sondern eine ganze Zulieferkette.

Was wir angestoßen haben

Wirtschaftspolitik in Bremen: Was die CDU angestoßen hat

Das Gewerbeflächenziel steht unter Beobachtung. Ohne unsere Nachfragen wäre der Abstand zwischen der 60-Hektar-Ankündigung und den tatsächlich vermarkteten Flächen nicht öffentlich geworden. Der Senat muss jetzt jahresweise erklären, wie er das Ziel bis 2027 noch erreichen will — statt es 2027 stillschweigend zu kassieren.

Das Sonntagsfahrverbot ist Thema geworden. Dass Lkw sonntags durch ganz Niedersachsen fahren dürfen und an der bremischen Landesgrenze anhalten müssen, ist für Logistik und Häfen ein handfester Nachteil. Wir haben eine befristete Lockerung gefordert und die Debatte damit aus den Verbandsschreiben in die Bürgerschaft geholt.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Sie haben eine Frage, einen Vorschlag oder ein Anliegen zum Thema Verkehr in Bremen? Sie müssen nicht wissen, wer intern zuständig ist: Schreiben Sie uns — oder kontaktieren Sie die Person unten direkt. Bei Themen außerhalb unserer Zuständigkeit sagen wir das ehrlich und helfen bei der Orientierung.

Theresa Gröninger

MdBB

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